In der Plastik- und Skulptur-Werkstatt lernen die Teilnehmer/innen plastische (additiv - aufbauende), bildhauerische (subtraktiv - abtragende) Arbeitsformen, Abform- und Gusstechniken sowie Materialien mit unterschiedlichem Bearbeitungswiderstand kennen. Dabei werden klassische und moderne Werkstoffe, aber auch solche, die zum Experimentieren anregen, eingesetzt.
Bei der Umsetzung der Gestaltungsaufträge werden die Feinmotorik trainiert, durch direkten Kontakt mit dem Material (Berührung) der Tastsinn sensibilisiert und die Körper- und Raumwahrnehmung gefördert.
Sowohl in der Keramik- und Plastik- / Skulptur-Werkstatt werden der Altersstufe entsprechend Erfahrungen eigener Wahrnehmungen bei der Begegnung mit Körper und Raum aufgegriffen und intensiviert. Das plastische Arbeiten trägt dazu bei, sich selbst im Umraum zu orientieren und mit dem Stand des Werkes den eigenen Standort in dieser Welt zu festigen. Die praktisch gewonnenen Erfahrungen mit körperhaft‑räumlichen Phänomenen machen es möglich, das Vermittelte auch in den Alltag zu übertragen und ein Verständnis für jenen Teil der Wirklichkeit anzubahnen, den jeder in seinem Lebensraum antrifft: die „eigenen vier Wände“ des privaten Wohnraums und Plastiken im öffentlichen Raum.
Dadurch wird die Voraussetzung für eine freie Aneignung der Umwelt und ein nachdenkendes Eindringen in die substantielle Realität uns umgebender Objekte geschaffen ‑ einschließlich der Massenartikel des täglichen Konsums.
Papiermaché, Speckstein, Holzschnitzerei, Gipsschnitt, Drahtplastik, Wachsschnitzerei, Treibarbeiten, Abform- und Gusstechniken (abhängig vom Alter der Teilnehmer/innen)
Monatlich ein 4-Stundenblock (gesamt 16 Stunden)

