In der Keramik-Werkstatt lernen die Teilnehmer/innen vor allem aufbauende Verarbeitungs- und Gestaltungstechniken mit Ton, allenfalls auch mit anderen formbaren Werkstoffen kennen. Hauptgestaltungsanlass sind verschiedene Zugänge zum weiten Feld der figuralen Plastik und Objekten der Dingwelt. Darüber hinaus können anhand gebrannter Ergebnisse (Keramiken) verschiedene Glasurtechniken erlernt werden.
Bei der Umsetzung der Gestaltungsaufträge werden die Feinmotorik trainiert, der Tastsinn durch direkten Kontakt mit dem Material (Berührung) sensibilisiert und die Körper- und Raumwahrnehmung gefördert, welche die Ausformung des räumlichen Denkens unterstützt.
Sowohl in der Keramik- und Plastik- / Skulptur-Werkstatt werden der Altersstufe entsprechend Erfahrungen eigener Wahrnehmungen bei der Begegnung mit Körper und Raum aufgegriffen und intensiviert. Das plastische Arbeiten trägt dazu bei, sich selbst im Umraum zu orientieren und mit dem Stand des Werkes den eigenen Standort in dieser Welt zu festigen. Die praktisch gewonnenen Erfahrungen mit körperhaft‑räumlichen Phänomenen machen es möglich, das Vermittelte auch in den Alltag zu übertragen und ein Verständnis für jenen Teil der Wirklichkeit anzubahnen, den jeder in seinem Lebensraum antrifft: die „eigenen vier Wände“ des privaten Wohnraums und Plastiken im öffentlichen Raum.
Dadurch wird die Voraussetzung für eine freie Aneignung der Umwelt und ein nachdenkendes Eindringen in die substantielle Realität uns umgebender Objekte geschaffen ‑ einschließlich der Massenartikel des täglichen Konsums.
14-tägig eine Doppelstunde (8 Doppelstunden pro Semester / gesamt 16 Stunden)
